Eine Frage, die Umwelt betreffend...

Es ist Sonntag Abend, das Ende des Wochenendes naht. Drei Erwachsene und ein Kind haben Lust, etwas zu essen - das Wort Hunger möchte ich hier gar nicht verwenden. Wir könnten uns etwas kochen, dazu sind wir in der Lage, doch wir entscheiden uns - aufgrund von Bequemlichkeit und der aufgrund der Tatsache, dass es Menschen gibt, die beruflich kochen - etwas zu holen. Bestellung aufgegeben, hingefahren, abgeholt. Eine halbe Stunde später stehen wir also mit unserem Essen in der Hand da. Zwei Tüten, sechs Styropor-Behältnisse, die das Essen wärmen. Wir schauen uns an und stellen fest, dass es uns eindeutig zu viel Müll für das eine Mahl ist.

Sicherlich hätten wir uns auch ins Restaurant setzen und dort essen können. Dann hätte sich die Müllproduktion in Grenzen gehalten. Bequemer und gemütlicher war es daheim allemal und so haben wir uns die Frage gestellt, ob die Mitnahme zubereiteter Speisen nicht irgendwie ökologischer gestaltet werden kann. Wie wäre es denn, wenn wir vom Restaurant ein wiederverwendbares Behältnis bekommen hätten, für das wir einmalig Pfand bezahlen müssten? Die Behältnisse nehmen wir uns mit nach Hause und können sie bei nächster Gelegenheit in einem anderen Restaurant gegen Rückerstattung von Pfand abgeben oder aber gegen andere Behältnisse eintauschen. Das käme dann dem Pfandwesen in der Getränkeindustrie gleich und dazu müssten sich einige Gastronomen zusammenschließen, um einen Ring der Pfandbehältnisse zu bieten. Zusätzlich wird eine Informationsquelle benötigt, die offenlegt, welche gastronomischen Einrichtungen über Mehrwegbehältnisse für Mitnahmespeisen verfügen und natürlich muss ein passendes Behältnis gefunden werden, mit dem sich jeder teilnehmende Gastronom arrangieren kann. Kurzum: es wäre einiges zu tun.

Nach kurzer Recherche im Internet, gibt es ein Pfandsystem für Mehrweggeschirr bereits als Pilotprojekt in Stuttgart und Berlin: Pfandsystem für Geschirr - Mehweg to go

"Mit diesem System sind wir die Ersten, die mit mehreren Gastronomien arbeiten. Das funktioniert so, dass man da sein Essen mitnehmen kann, und die leere Boxen überall wieder zurückgeben kann."

Ich stelle mir die Frage, ob es für diese Lösung auch einen Bedarf in Karlsruhe gibt.? Ob es Gastronomen gibt, die ebenfalls darüber nachdenken und mitmachen wollen? Ich würde mich freuen, wenn ich mit diesem Artikel eine kleine Diskussion lostreten würde und wenn sich die dahinter stehende Idee in irgendeiner Form entwickelt - der Umwelt zuliebe. Ich stehe auf grünen Genuss :-)


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